Kneipentipp

Diese Woche hatte ich leider nicht viel Zeit zum Bloggen – aber nächste Woche geht es flott weiter, versprochen! Ich habe Homöopath Hinterbrenner gefragt, ob er einspringen will, aber nach seinem umjubelten Auftritt letzte Woche hat er die Praxis voll mit neuen Patienten. Damit euch nicht langweilig wird, empfehle ich euch heute mal eine andere Seite:

Das Kneipenlog.

Ein Problem, das viele Blogs haben: Wie schafft man es, einen netten Dialog zwischen Lesern und Autoren zustande zu bringen? Einerseits greift nur ein kleiner Teil der Leser aktiv ein. Andererseits driftet die Diskussion schnell ab in trübe Gewässer, gerade wenn es um kontroverse Themen geht.

Wie also bringt man eine gern kontroverse, aber doch konstruktive und freundliche Online-Diskussion ins Rollen? Wie schafft man es, dass Leute mit verschiedenen, auch fachfremden Erfahrungen und Kenntnissen in lockerer Atmosphäre zueinander finden? Im echten Leben passiert der kreative Brückenschlag zwischen Fachdisziplinen und Meinungen regelmässig in der Kneipe, bei einem gemütlichen Bier (oder zwei. Und dann noch eins für den Heimweg). Wenn man die Kneipe betritt, quatschen schon ein paar Leute. Man setzt sich einfach irgendwo hin und gibt seinen Senf dazu. Oder man hört zu, wie ein einsamer Mensch am Tresen den Barkeeper zulabert. Zu später Stunde steht man in der Kälte vor der Tür und tauscht vor dem Heimweg noch schnell ein paar handfeste Argumente aus.

Das Kneipenlog hat für diese so vertraute Atmosphäre – die Kneipe als besseres Wohnzimmer – ein virtuelles Äquivalent geschaffen, das leicht mit einem englischen Pub mithalten könnte. Um spezifisch zu sein, das Kneipenlog erinnert mich an ein bestimmtes Pub, das seine Besucher irgendwo zwischen kreativen Büroarbeitern, Wissenschaftlern, Postboten und vereinzelten Studenten rekrutiert, die dort nach Feierabend bei lauwarmen Bieren und fettigen ‘Chips’ aufeinanderprallen. (Ich kann das so genau sagen, weil so ein Pub eines meiner Stammlokale in London war, das Pakenham Arms ) Es fehlt nur der typische Geruch nach feuchtem Teppich und das Geräusch, das halb eingetrocknetes Ale unter den Schuhsohlen macht.

Schaut doch mal auf ein Bier im Kneipenlog vorbei, aber vergesst nicht, spätestens nächste Woche wieder bei Panagrellus zu gucken, was es hier Neues gibt!